„Wenn ihr die Dinge nicht verändert, verändert die Gesellschaft sie für euch“: Autorengespräch mit @trill_stephan auf der #NEO19x

Was soll das bitte sein: “Future Business”? Geht es hier um das nächste große Ding, die erstaunlichste technische Innovation, den heißesten Scheiß? Das fragt sich Stephan Grabmeier in seinem neuen Buch „FUTURE BUSINESS KOMPASSDER KOPÖFFNER FÜR BESSERES WIRTSCHAFTEN“, das auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wird: Es geht um die Grundlagen für eine neue Art zu wirtschaften, in der die Versöhnung von wirtschaftlicher und sozialer Wertschöpfung gelingt. Um Grundlagen für eine bessere Wirtschaft, die enkelfähig ist, nachhaltig, sinnstiftend, werteorientiert, gerecht.

„Wir sind auf dem besten Weg, unsere Lebensgrundlagen unumkehrbar zu zerstören. So wie heute, können wir nicht weitermachen. Vom Club of Rome bis zu den UN Sustainable Development Goals war es ein weiter Weg. Immerhin verstehen mehr und mehr Gesellschaften, Regierungen, Unternehmen und Einzelne, dass sich Fundamentales ändern muss“, so Grabmeier.

Tektonische Verschiebungen in der Weltwirtschaft seien unübersehbar. „Die Signale an Unternehmen, Institutionen und ihre Lenker sind eindeutig: Wenn ihr die Dinge nicht verändert, verändert die Gesellschaft sie für euch. Wenn ihr nicht selbst Entdecker werden könnt oder wollt, ermuntert wenigstens die Entdecker in euren Organisationen und gebt ihnen die nötigen Mittel zur Erneuerung“, so der Autor.

Die Frage ist also nicht, ob wir theoretisch neues, besseres Wirtschaften brauchen. Die Frage ist konkret: Wer muss was wie bis wann anders und besser machen? Wo kann man Future Business entdecken und wie kommt man da hin? Diesen Fragen widmet sich dieses Buch.

Dazu gehören eine kurze makro- und mikroökonomische Analyse der heutigen Zustände und ihrer Ursachen sowie eine Momentaufnahme des laufenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umbruchs: Themen, Programme und Initiativen rund um Purpose und Werteorientierung, nachhaltige Entwicklung und Umwelt, digitale Transformation und New Work, soziale Bewegungen und Kapitalismuskritik, Messgrößen und Steuerungsansätze. „Es gilt, Zukunftsräume für Zukunftsträume auszuloten.
So entsteht ein Bild im Kopf, in das sich unser Future Business einpasst“, erläutert Grabmeier.

Darüber sprechen wir auf der Next Economy Open mit Stephan Grabmeier am 28. November, um 17 Uhr.

Man hört, sieht und streamt sich 🙂

2 Kommentare zu “„Wenn ihr die Dinge nicht verändert, verändert die Gesellschaft sie für euch“: Autorengespräch mit @trill_stephan auf der #NEO19x

  1. Rezension von Winfried Felser: Zuerst habe ich befürchtet, dass der Future Business Kompass nach Büchern wie Erde 5.0 von Karl-Heinz Land wenig Chance hat, sich differenzierend zu positionieren. Hier wurde ich glücklicherweise positiv überrascht. Alleine Begriffe und Konzepte wie Kopföffner, Enkelfähigkeit, Tech for Good versus Tech for Bad und der Homo cooperativus erweitern unseren Denk- und Gestaltungsrahmen. Dabei ist das Buch an vielen Stellen zugleich sehr hoffnungsstiftend, wo sonst vielleicht eher apokalyptische Visionen dominieren und vielleicht sogar lähmen. So berichtet Stephan Grabmeier über seine Erfahrungen in Afrika, wo Technologie ganz maßgeblich dazu beiträgt, die Armut zu überwinden. So passt auch der Kompass als Titel sehr gut: Weniger klagen, mehr Perspektiven aufzeigen in den vier relevanten Dimensionen bzw. Himmelsrichtungen (Norden: Unternehmen, Osten: Individuen, …), das ist das Ziel dieses Kopföffners für ein besseres Wirtschaften. Dass das Buch am Ende meines Lesens viele Eselsohren aufwies, ist auch ein gutes Zeichen. Die vielen, entsprechend markierten Seiten erschienen mir im besten Sinne merk-würdig. Dabei liest sich das Werk auch im besten Sinne kurzweilig. Die Analyse von Rezo versus CDU war z.B. für mich ein besonderer Gewinn. Ahnte ich doch nicht, dass erst die zurückgehaltene Antwort der CDU zum exponentiellen Interesse führte. „Die CDU leitete den medialen Machtwechsel selbst ein“ und damit wurden Wahlen entschieden. Wir leben in besonderen Zeiten, hier ist ein Werk, um diese Zeiten wieder ein wenig besser zu verstehen und – noch wichtiger – mit zu gestalten.

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